Donnerstag, 8. Mai 2008

Hoppe ,Hoppe Reiter....


Neulich bin ich ins Compound gefahren und habe die Mädels von der Crew besucht. Willkommen in klein Europa. Fast wie eine Oase in der Wüste, na ja eigentlich im wahrsten Sinne des Wortes. Keine verschleierten Damen, dafür jede menge blonde Menschen die lässig mit ihren Schlägern zum dazu gehörigen Golfplatz spazieren oder im Bikini am Pool rum hängen. Fantastisch man kommt sich ein bisschen wie im Club-Hotel vor. Vertraute Umgebung, in einer anderen Welt. Und in dieser Blase purer Freiheit und Glückseligkeit wurde mein lang ersehnter Wunsch, einen echten Araber zu reiten (um Spitzfindigkeiten von vorne herein auszuschalten- Pferderasse!!!) unter Nikkis fachmännischer Anleitung wahr.
Yallah hatte auch seinen Spaß und war mächtig damit beschäftigt sämtliche Tier des Compound in Angst und Schrecken zu versetzen. Wobei es ihm die Hühner ganz besonders angetan hatten. Gackernd und schimpfend rannten sie mit dem Wiesel an den Fersen von einem Gehege zum nächsten und setzen mit ihrem Geschrei eine Kettenreaktion in Gang, die alle anderen Tiere in Panik versetzte und einige der armen Hennen vor Schreck in den Wassertrog sprangen. Erst als auch das Pferd, die Rehe, Antilopen, Schafe und Ziegen vollends in Bewegung waren, nahm der Herr in sichere Entfernung platz, und begutachtete sein Werk sichtlich zufrieden. Tage später allerdings, wurden Hunde im Compound verboten.... ob Yallah daran die Schuld trägt, bleibt dahin gestellt. Vielleicht wäre er doch besser in der Guccitasche aufgehoben gewesen! Nix desto trotz hatten wir beide hatten grossen Spass und ich als Andenken einen Muskelkater von einem anderen Stern.

Sonne in Paris


Sing mir ein Chanson aus Paris, sing mir ein Lied von der Seine, denn ich liebe deinen Mund und deine schiefen Zähne..... aachhh Paris eine fantastische Stadt und überall Touris, da fühlt man sich doch gleich wie zu hause. Nein mal im ernst, Paris ist traumhaft, doch läuft man die Champs-Èlysées entlang hört man fast alles ausser Französisch und begegnet man Gruppen pubertiereder Jugendlicher aus alles Welt, schalt einem immer wieder der wohl bekannteste Satz aus dem ebenfalls wohl bekanntesten französischen Lied entgegen, was allerdings meistens kaum Aufsehen erregt, da wie schon gesagt, die Mehrheit auf der Strasse gar kein Französisch spricht.......
Da ich aber ungern sofort als Tourist entlarvt werden möchte, dachte ich an Tarnung und ging etwas abseits der Concorde in eine Bäckerei. Dort verlangte ich meiner Meinung nach, auf akzentfreien Französisch ein Baguette und ein Crossaint und bekam darauf hin mein Wechselgeld mit einem einfachen: "Thank you" der Verkäuferin zurück. Es bleibt mir ein Rätsel, woher wußte sie nur? Egal, mit dem Baguette unterm Arm, machte ich mich auf die Suche nach Kultur, was in dieser Metropole ja an jeder Ecke zu finden ist. Und in diesem Zusammenhang auch jede Menge Schlangen. Nein keine Reptilien-natürlich Menschenschlangen. Vor jedem Museum, vor jeder Sehenswürdigkeit , sogar am Kaffeestand. Erstaunlich, und die Leute nehmens in Kauf drei Stunden oder länger zu warten und das bei dem Wetter. Ich entschied mich für Sozialstudien an Schlangen vor Museen und Sonne und spazierte ohne schlechtes Gewissen von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. (Um mich nicht als Kulturbanause zu outen, ich war zum Glück schon ein paar mal hier und habe vieles schon von innen gesehen). Nur die Orangerie mit Monet's Seerosen konnte ich nicht wiederstehen. Wahnsinn!
Nach diesen Bildern brauchte ich erst mal eine Pause und entschloss mich mit meinem Baguette für ein Picknick am großen Springbrunnen an der Siegessäule Da gibts kleine Liegestühle, die meist in zweier Grüppchen zusammen stehen. Erst da fiel mir auf, dass ich als Einzelperson in der Minderheit war. Dies wurde mir auch sogleich zum Verhängnis, den ein merkwürdig aussehender Mensch steuerte zielstrebig auf mich zu, setzte sich neben mich und begann irgendwas auf Französisch zu erzählen. Ach was kann ich so was leiden. Aber in diesem Fall war ich über mein nicht vorhandenen Sprachkenntnisse froh und erwiderte wahrscheinlich ähnlich durchgeknallt: No, no, no ,no, no und gestikulierte wild mit den Händen, was den gewünschten Effekt erzielte und ich wieder alleine mit meinem Baguette war. Der Typ trollte sich kopfschüttelnd und fand ein neues Opfer, welches zu meiner Belustigung ganz ähnlich wie ich reagierte. Eine ähnliche Begegnung hatte vor dem Louvre ... hier muss ein Nest sein, oder der neuste Trend junge Damen mit Baguette anzuquatschen. Das nächste mal häng ich mir doch ne Kamera um, zieh Gummistiefel und ein T-Shirt mit I love Frankfurt an.

Sonntag, 4. Mai 2008

Haxen-Schwester in München


München= Haxe mit Klössen und Weißbier! Ein Traum, und das gleich ein paar Tage lang. Versüßt wurde mir der Aufenthalt durch Jule, eine alte Freundin, die zur Zeit in München lebt. Zusammen haben wir uns dann ein bisschen der Kultur gewidmet: Gartenkultur, Cafekultur, Kuchenkultur, Haxenkultur, Bierkultur, Kneipenkultur und Drogeriekultur. Nur hatten wir offensichtlich ein paar terminliche Probleme, da die arabische Zeitfalle wieder zuschnappte und ich in der Kunst des fachmännischen, geduldigen Wartens zwangsläufig neue Fortschritte machte. Auch muss ich zu meiner Schande gestehen, dass Frauen und Technik tatsächlich ein Fitzelchen Wahrheit enthält (zumindest in meinem Fall), denn es hat mich drei Anläufe gekostet nach gründlicher Überlegung, mir ein neues Mobiltelefon zuzulegen was sich aber als gar nicht so einfach erwies, bei der Auswahl-ist alles so bunt hier. Aber noch weniger einfach scheint es das passende und somit funktionstüchtige Aufladekabel zu erstehen und sich erst mal vom Verkäufer für dumm verkaufen lassen. Womit ich das Fitzelchen Frauen + Technik wieder revidieren möchte, denn das Kabel tat nicht was es sollte und der gute Mann schien mir erst nicht glauben zu wollen. Und so rannte ich geschlagene drei Tage zwischen Hotel und Laden hin und her, bis auch dem Verkäufer die Einsicht zu Teil wurde, dass da irgendwas nicht stimmen kann.... Jetzt bin ich stolze Besitzerin eines neuen Handys und Aufladekabel, welches großartig funktioniert.
Zum Schluß noch mal liebe Grüße an Jule und ich hoffe wir können das wiederholen. Ich hatte meinen Spaß.

Samstag, 3. Mai 2008

Kurztripp in die beste Stadt der Welt


In einer Nacht und Nebelaktion bin ich dann von Salzburg nach längerem Zwiegespräch mit dem Ticketautomaten, der einen Mitreisenden schon fast zum weinen brachte, nach Frankfurt gefahren. Also die Bahn....
Hauptaktion dieses Tages, war allerdings ein weniger schöner, denn mein Omchen lag nach einem kleinen Schlaganfall seit einigen Tagen im Krankenhaus und wollte natürlich besucht werden. Gesagt getan und nach einem Frühstück mit Anke und Martin habe ich das wunderschöne Wetter genutzt bin aufs Rad gestiegen und an der Nidda zum Nordwestkrankenhaus gestrampelt. Lustig eigendlich, das hab ich seit Jahren nicht gemacht. Da muss man wohl erst aus Saudi kommen, um mit absoluter Begeisterung an einem Sonntagnachmittag das Slalomfahren um die Massen genießen zu können.
Die Oma hat sich auf jeden Fall gefreut und ich konnte mit Erleichterung feststellen, dass sie zum Glück ganz gut beieinander war. Aber Sorgen macht man sich natürlich trotzdem. Nach ausgiebiger Berichterstattung bei Oma gings abends ins schöne Charivari um noch ein bisschen Geburtstag nach zu feiern und damit war der Tag auch schon wieder vorbei und kaum war ich da musste ich auch schon wieder los, denn der Cheffe verlangte nach mir. Aber mit solchen Blitzbesuchen hat man zumindest ein bisschen das Gefühl nicht so lange und weit weg zu sein und das ist gut so.

Samstag, 15. März 2008


Weiter ging es nach Berchtesgarden. Leider ohne das Jet-Set-Wiesel, da es offensichtlich neue Regelungen für die Einführung von Hunden nach Europa gibt. Schade, auch wenn die Cheffin höchstperönlich in einem Anflug von abenteuerlichen Übermutes meinte: "Ach was ,wir probieren`s einfach."
Das da wer fehlt, schien sogar dem Cheffe aufzufallen, als wir in den Flieger stiegen und so fragte er sichtlich verwundert: "Eva, is Allah not with you?" Oh ich will doch stark hoffen, daß der Herr immer mit mir ist, aber laß das , mal bloß nicht die Jungs von der Religionspolizei hören, daß da ein Hund auf den Namen Allah zu hören scheint. He, die machen mich noch einen Kopf kürzer.
Endlich angekommen im schönen verschneiten Berchtesgarden, eröffnete mir der Cheffe, daß ich gerne am Sonntag nach Frankfurt fahren könne, wenn ich wollte. Was eine Frage, natürlich. Und so vertrieb ich mir die Zeit mit Schneeballschlachten ohne Rücksicht auf Verluste, wobei Schnee in der Unnerbuchse für die Kinder der Wüste eine ganz neuer Erfahrung gewesen sein muß.
Zu guter letzt hab ich mich mit Jürgen den Diätkoch und seiner Frau auf ein, zwei, drei.....Bier in seinem wunderschönen Haus getroffen und die Zeit bis zu meiner Abfahrt hervorragend genutzt. Prost!

Geburtstagsnachtrag

Nachdem der leckere Hotelkuchen köstlich gemundet hat, wurde ich wie ausgemacht zum Arbeiten abgeholt. Angekommen lief alles wie üblich und irgendwie hatte anscheinend jeder meinen Geburtstag vergessen. Komisch ,aber man geht ja auch nicht unbedingt damit hausieren und so ließ ich es auf sich beruhen. Aber weit gefehlt. Mit einem Satz, hüpfte der Cheffe von der Bank und gab wild gestikulierend den Mädels ein Zeichen, die darauf mit einer riesigen Sahnetorte, auf der "Happy Birthday Eva" stand herein spaziert kamen. Da saß ich dann sehr gerühert und verdutzt neben dem Cheffe auf der Bank und dieser stimmte klatschend Happy Birthday an und konnte scheinbar nicht genug davon bekommen. Nach der fünften Widerholung machten wir uns kollektiv über die Torte her und ich durfte Geschenke aufpacken. Juhu eine Karaokemaschiene! das wird ein Spaß auch wenn ich mir sicher bin das einige von euch wenig begeistert auf die nächste Party von mir kommen werden. Hihihi Musik liegt in der Luft...let it be, let it be, let it be.....
Am Ende gab es dann noch jede menge Essen und selbst Yallah kam noch in den Genuß einer persönlichen Audienz beim Cheffe, der überaus angetan vom guten Benehmen des selben war. Hört, hört. Das war ein schöner Geburtstag mitten in Kairo und so weit weg von zuhause.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Alle Jahre wieder!


Und wieder ein Jahr älter.... und hoffentlich auch weiser?! Graue Haare sind jedenfalls schon vorhanden und auch das ein oder andere Zipperlein weist wenig charmant auf das baldige Ende der zwanziger hin-aber noch darf ich mich mit einer zwei vor der neun schmücken und außerdem ist man ja immer so alt wie man sich fühlt! Und da sitz ich jetzt wieder mal in Kairo und lasse mir den wirklich köstlichen Geburtstagskuchen, der überraschenderweise vom Hotel gesponsert wurde, schmecken. Endlich mal wieder Kairo, die Langeweile hat ein Ende und mein Wunsch zu reisen hat sich erfüllt. Diesmal ist auch Yallah mit von der Partie und macht keine schlechte Figur als kleiner Jet-Set-Köter. Nur das einchecken im Hotel erwies sich schwieriger als gedacht, da Hunde eigentlich verboten sind. Zum Glück ließ der Cheffe ein bisschen seine Kontakte spielen und jetzt habe ich eine VIP-Sondererlaubnis, die allerdings entzogen werden könnte, wenn Yallah es nicht unterlässt, das arme Personal beim Eintritt ins Zimmer anzubellen und einen auf Dick zu machen. Und so springt so mancher gestandener Mann mit angst erfülltem Gesicht, beim Anblick des kleinen Kläffers respektvoll zur Seite, was der Töle natürlich noch mehr Spaß macht und mich verlegene Entschuldigungsfloskeln stammeln und den Hund zurecht weisen lässt. Aber das wird er auch noch lernen-hoffentlich. Aber immerhin wird er hier Großstadt erfahren, denn ich kenne keine andere Stadt die so laut und chaotisch ist wie Kairo und wenn er hier überlebt, kann ihm keine andere Metropole mehr was anhaben.
Aber noch viel schöner ist, dass wir von Kairo nach Deutschland fliegen werden. Berchtesgarden und München stehen auf dem Programm und was noch viel toller ist, ist dass der Cheffe mich einen Tag nach Frankfurt fahren lässt. Wer hätte das gedacht, dass ich doch mit euch meinen Geburtstag nachfeiern kann. Natürlich weiß ich jetzt noch nicht wann, aber ich werde euch auf dem Laufenden halten. Das ist doch mal ein nettes Geburtstagsgeschenk. So, Kuchen ratzeputz weg, Bauch voll, Schockiflash und glücklich!