Samstag, 4. August 2007




Ich cannes nicht.

Ja ja ich sehe schon,es ist ein bißchen her,daß ich was geschrieben habe,aber ich war echt beschäftigt....glaubt mir ja sowieso keiner.Die Tage in Cannes sind dann aber auch wirklich schnell vorbei gerannt,und meine Haubtbeschäftigung bestand darin,möglichst viel zu essen mit dem Cheffe Tee zu trinken und zu plaudern.Sehr angenehm kann ich immer nur sagen und er ist ein extrem interessanter Mensch,der zu allen erdenklichen Begebenheiten der Geschichte lauter kleine,nette,oder auch weniger nette Anekdoten zu erzählen weiß.Aber dazu mehr,wenn ich wieder da bin.
Wirklich berühmte Leute habe ich allerdings nicht getroffen,also Bread Pitt & Co waren wahrscheinlich schon auf der Heimreise,oder verpeilt wie ich bin haben die sich auch in der Sonne geaalt und bin nixsehend einfach über die drüber gestiegen...daß würde ich mir leider zutrauen!
Naja sehr schön wars da und ich hoffe,daß wir bald noch mal hinfahren-äh fliegen.Immerhin habe ich einen echten Cannes-Sonnenbrand als Andenken.Den habe ich mir bei einem kleinen Ausflüg in die Altstadt geholt und der war auf jeden Fall lohnenswert:fast keine Touris,erstaunlich und dabei wunderschön.
Man könnte fast meinen Cannes ist der Ballerman für Reiche,brutzeln vor sich hin(vorsicht,es packt mich ein leichter Anflug von Neid auf die Brathähnchenbräune!)und schlürfen Champagner.Wobei,der Vergleich hinkt oder stöckelt,dreht wir ihr´s wollt.
Frei nach Steffen:Wer´s cannes,cannes!

Sonntag, 29. Juli 2007



So, nachdem ich gestern einen Blog geschrieben hatte und der auf misteriöse Weise verschwunden ist,folgt nun mein zweiter Versuch:Schöne Grüße aus dem immer sonnigen Cannes.Eigendlich passiert hier nicht wirklich viel und die Tage vergehen fast immer sehr ähnlich.Zum Glück,so habe ich jedemenge Zeit.Aufstehen,frühstücken und dann auf den verwirrten, französischen Fahrer Warten,der mich zum Arbeiten in die Villa fährt.Die Villa ist wirklich wunderschön,sie soll über 200 Jahre alt sein und ist mit traumhaften alten französischen Möbeln eingerichtet(Anke,das würde dir sehr gut gefallen) Aus dem Fenster des Chefs hat man einen fantastischen Blick über die Stadt und das Meer.Kurz um ein idealer Platz zum arbeiten.Allerdings ist mein Lieblingsplatz des Hauses die Küche,denn dadrin werkelt die beste Köchin der Welt und freut sich immer diebisch,wenn ich mit begeißterung in die ganzen Töpfe gucke und hast du´s nicht gesehen,steht ein Teller mit leckersten Köstlichkeiten vor meiner Nase.Also keine Angst liebe Oma,verhungern werde ich zweifels ohne nicht.Ganz im Gegenteil,ich rolle viel mehr durch die Gegend.Nicht besonders clever um den Cheffe vom Abnehmen zu überzeugen.
Nach getaner Arbeit,werde ich dann wieder zurück zum Hotel kutschiert und habe anschließend Mittagspause.Die verbringe ich meißtens am Strand.Am ersten Tag bin ich erst mal an den Hotel eigenen Privatstrand und habe mich auf eine der akkurat aufgereihten Liegen gefletzt.Schön, dachte ich und begann zu lesen,bis mich plötzlich ein netter Kellner mit Handtüchern unter dem Arm mit einem höflichen "Entschuldigung"aufschreckte.Oh wie reizent,und gleichzeitig zum Handtuch greifend,bedankte ich mich mit einem freundlichen "merci".Leider machte der Kerl keine Anstelten loszulassen und nach einigen sinnlosen Sekunden des Tauziehens,begriff ich erst,daß diese Liege wohl vor reserviert war und ich den Platz räumen mußte.Welch paux fas!Wer hätte das gedacht,wieder was gelernt,erst anmelden und dann kriegt man auch ein Handtuch.
Das war mir aber irgendwie zu blöde und darum wechselte ich lieber zum liegenfreien,öffentlichen Teil des Strandes,wo man nicht wie Ölsadienen in Reih und Glied,dünnen Heringen,dabeizu sehen kann,wie sie verzweifelt auf hochhackigen Sandarletten ungelenk durch den Sand umher stöckeln.
Es ist schon ein sonderbarer Schlag von Menschen hier,die sich alle Nase lang vor irgendwelchen Lamborghinis fotografieren lassen oder mit ihren Jachten vor der Küste den ganzen, lieben,langen Tag hin und her fahren.Wahrscheinlich gehört das einfach dazu und mir ist der Sinn bis jetzt schlicht verborgen geblieben.
Für den Fall das man Interesse an dererlei sozialen Feldstudien hätte,wäre man aber garantiert an der richtigen Stelle,und hätte seinen Spaß.Ich für meinen Teil,staune und genieße jeden Tag auf´s Neue.
So gegen vier Uhr werde ich dann wieder eingesammelt und der zweite Arbeitsblock beginnt,wieder mit Essen und leichte Gymnastik im Pool,die mir mit Kaffee und Nachtisch versüßt wird.Dreißig Minuten und mein Soll ist für den Tag vollbracht.Was will man mehr.Eigendlich ist es mir schon ein bißchen peinlich,von Arbeit zu sprechen ,aber das scheint eine Mentalitätsfrage zu sein, und wenn es eben das gewesen sein soll,bin ich die Letzte,die sich darüber beschwert.
So gehen die Tage dahin und ich hoffe wir bleiben noch ein Weilchen im Städtchen der Reichen und Schönen.

Donnerstag, 26. Juli 2007

Ein Tag Realität,bitte schön!



Stillleben:Keksregal
Stilleben mit Bierdose

Gestern habe ich mir den Luxus erlaubt, einen Tag Urlaub vom Luxus zu nehmen und das gemacht,was man normalerweise im Urlaub so tut.Hier ganz in der Nähe gibt es eine hervorragende Supermarche und es war ein Vergnügen durch die Regalrelhen zu laufen und die ganzen fantastichen französischen Delikatessen anzuschauen und natürlich auch anständig einzukaufen.Ich liebe Supermärkte und es gibt nix besseres als durch Lebensmittel (vorallem die Fiscchtheke) die Mentalität des Landes zu begreifen.Eben Essen wie Gott in Frankreich!
Außerdem war ich brav im Waschsalon habe meine Wäsche gewaschen und bin anschließend mit lecker Dosenbier (wohlgemerkt mein erstes,seit ich unterwegs bin),Baguette und Käse bepackt, ans Meer und habe während des Sonnenuntergangs gepicknickt.Da kann das noch so tollste fünf- Sterne-Menü nicht mithalten.
Außerdem glaube ich jetzt auch zu wissen,was mich an den ganzen(auch wenn sie noch so toll sind)Hotels stört:Sie sind ungemütlich,praktisch,aber extrem ungemütlich.
Ich möcht ja auf keinen Fall undankbar erscheinen,wer hat schon die Möglichkeit,wochenlang in den besten Hotels der Welt zu wohnen,aber meins wird das nie werden.Auch wenn man das gemachte Bett und die Schocki auf dem Kopfkissen nicht unterschätzen sollte.

Dienstag, 24. Juli 2007

Was lange wärt wird endlich gut

So und jetzt noch einen Blog,weil heute wirklich ein lustiger Tag war.Nachdem ich also fast den halben Tag beim schönsten Sonnenschein in meine, Zimmer zugebracht hatte,rief mich dann doch noch endlich jemand an und bestellte mich in die Villa.Juhu raus hier.Wie gewöhnlich mußte ich auch hier wieder etwas warten,aber immerhin besser mit ein paar Leuten derweil zu plaudern,als alleine vor sich hin zu gammeln.Das Warten wurde mir von Paula einer der Philipinas versüßt,in dem sie mir ein paar Worte Philipinisch beigebracht hat und auf die Frage:Kamusta ka? kann ich dann ma locker mit:Mabuti! antworten.(Na was heißt das wohl-kleine Preisfrage an euch da draußen)Putangina mo sollte man allerdings nur im äußersten Notfall und zur richtigen Zeit verwenden und bleibt lieber unübersetzt.
Dann wurde ich gerufen,aber anstatt gleich mit der Therapie anzufangen,hat mich der Chef himself kurzerhand zum Mittagessen mit der Familie eingeladen.Wie bizzar eigentlich ,denn da sitzt man dann an einem grandios gedeckten Tisch der mit Köstlichkeiten beladen ist,daß sich die Balken biegen.Und das ist bei denen NORMAL-die speisen immer so.Kaum zu glauben.Bei einem bißchen smalltalk hab ich mir dann den Bauch voll geschlagen und wurde von hinten und vorne bedient.Sehr seltsam,weil ich ja eigentlich genauso nur angestellt bin,wie alle anderen auch.Während ich also an einer gebratenen Wachtel knusperte,kam das Gespräch auf den Pool im Garten und ich dachte man könnte ja ein bißchen Wassergymnastik in den Therapieplan mit aufnehmen(an dieser Stelle merci weltbeste Kollegin).
Gesagt getan und nach dem Nachtisch gesellten wir uns alle in den wunderschönen Garten mit Pool.Schwuppdiwupp hatte ich Sonnenöl im Gesicht und ich überlege noch wo denn die Treppen ins Wasser sind um ihn physiotherapeutisch sicher in den Pool zu geleiten,da machte es neben mir einen Satz und der Chefffe sprang ohne mit der Wimper zu zucken in die Fluten.Hopps!
Da war ich dann erst mal baff,aber es schien ihm sichtlich Spaß zu machen.Seine Kinder planschten auch zwischendurch und während er nebst seine eine Tochter vom Beckenrand ins Wasser zog und kurzen Kaffeepausen einberief, verlief die Therapie erfolgreich.Was will man mehr-glückliche Patienten.

Cannes,die Sonne brennt-perfekter Halt......



So meine Lieben,da bin ich also in Cannes und wohne im wunderschönen Hotel Martinez,was wohl das Tollste in der ganzen Stadt sein soll.Nur flux über die Straße und ich stehe am Strand.Fantastisch.das Wetter ist genial und es schreit grade zu:los Eva geh sofort ins Wasser und hau dich dann mit nem Kaltgetränk deiner Wahl auf die Sonnenliege-ja würde ich jetzt auch sehr gerne, aber leider beschränkt sich meine Beschäftigung mal wieder auf´s Warten. Ich habe noch keine französische Handynetzkarte und bin darum gerade nur im Hotel erreichbar,weil ich auch keine Nummer von dem Haus der Familie habe.Also sitz ich jetz rum und warte auf Instruktionen.Sehr schade,aber so ist das halt.
Aber ich kann euch sagen-das Frühstücksbuffette,sensationell.Von warm bis kalt und was das Herz sonst noch begehrt.Da weiß man wirklich nicht wo man anfangen soll.Ich mußte erst mal einen Rundgang machen um mir einen Überblick zu verschaffen.Wahnsinn einfach viel zu viel,das ist schon manchmal zu krass,dieser Überfluß,aber hier laufen ja auch fast ausschlißlich Überfluß-Menschen rum.
Überall sehr spärlich gekleidete,hochhackige,dürre Mädels mit Chanelle-Tütchen, in Begleitung von dickbäuchigen mit pastellfarbenden Hemdchen und Höschen zurechtgemachten,älteren Jachtbesitzern.Und mittendrin ich,die sich immer noch nicht so wirklich in diesem Milieu zurecht findet,geschweigedenn heimisch fühlt.Na was solls,die Lobby wird heute abend zum Theater und ich bin Zuschauer.Vorhang auf.

.....bienvenue au Cannes!






In der Stadt der Reichen und Schönen.Und endlich am Meer!